Leben … am liebesten in einem Paralleluniversum

Als ich am Wochenende daheim war habe ich mal wieder in einem meiner alten Notizbücher gestöbert und alte Texte von mir gelesen. Egal ob es nur Gedanken waren oder wirklich Geschichten. Sie hatten eines gemeinsam. Meine triste Einstellung dem Leben gegenüber.

Zum Beispiel sagte die Ich-Figur in einer Geschichte ihrem Gegenüber: „Ich habe alles versucht, doch ich schaffe es einfach nicht, im echten Leben glücklich zu sein.“ In diesem Moment befand sich die Ich-Figur in einer anderen Welt. In einer Welt, die ich mir zusammen mit einer Person aufgebaut habe, die ich im Internet kennengelernt habe. In einem sicheren Rahmen, einer Schreibcommunity.  Das absurde war, dass dieses Mädchen alle meine Gedanken kannte. Alle meine Sehnsüchte und Ängste. Und ich kannte ihre. Dies war der einzige Moment, in dem mich verstanden gefühlt habe. Denn sie dachte genauso über die richtige Welt wie ich. Sie verabscheute ebenfalls vieles, dass ihr in der Schule passierte.  Damals der Dreh- und Angelpunkt von allem. Ausgangspunkt meiner Probleme mit der Welt. Dachte ich jedenfalls. Weiterlesen

Abschiedsgeschenk – DIY Tasche bemalen

Nach dem Abi zieht es einige ins Ausland. So auch meine Freundin, die für ein Jahr nach Peru geht um dort einen Freiwilligendienst zu machen. Ihr glaubt gar nicht, wie lange ich überlegt habe, was ich ihr als Abschiedsgeschenk geben soll. Schließlich habe ich Stoffmalfarben und Baumwolltaschen im Internet bestellt und voiliá, das ist dabei heraus gekommen:

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Alter Mann

Ich saß auf einer Bank in der Stadt und habe auf meinen Bus gewartet. Weil ich heute eindeutig zu viel gelaufen bin, war ich sehr froh, als ein Platz frei wurde. Wenn auch ein sehr enger. Denn in der Mitte der Bank saß ein älterer Mann. Nennen wir ihn Opa, denn so stellle ich mir einen Opa vor (ich habe meine nicht kennen lernen können). Er hatte einen großen Strohhut auf und sah damit so niedlich aus, dass ich ihn anlächelte, als ich mich setzte. Wahrscheinlich deswegen fing er an mit mir zu reden. Wir stellten fest, dass wir auf den gleichen Bus warten. Durch seine Erzählungen erfuhr ich, dass er schon seit seiner Jugend hier wohnt. Das hat mich überrascht. Weil ich ja weg möchte.  Mehr sehen will. Er fragte daraufhin: „In die große weite Welt? „.  Naja so weit dann auch wieder nicht. Erstmal. Aber er schien es mir zuzutrauen.

Alleine dieser Gedanke, für immer in der gleichen Gegend, vielleicht sogar im gleichen Ort zu wohnen… ist schrecklich. Für mich. Irgenwie…

Jedenfalls hat das Gespräch mich zum Nachdenken gebracht, aber eigentlich fande ich es einfach nur schön, dass die Welt ein Stückchen Anonymität verloren hat.

Nadjenxo