Trennung

Nachdem ich eben das Internet nach Tipps zur Verarbeitung einer Trennung durchforstet habe und es mir nichts gebracht hat muss ich meine Gedanken nun aufschreiben.

Der beste Tipp den ich gefunden habe („Ironie“): Ablenkung aber keine Verdrängung.

Was soll man denn mit diesem Tipp anfangen? Ablenkung hatte ich zum Glück genug, endlich konnte ich wieder meine Zeit frei einteilen und viel mit Freunden machen, die meiner Meinung nach während der fast zweijährigen Beziehung ein  bisschen zu kurz kamen.  Doch mit der Ablenkung kam die Verdrängung. Und nur dank eines gewissen Alkoholpegels und nervenden Männer in Tanzclubs kam ich wieder auf den Boden der Tatsachen und fand mich heulend auf der Mädchentoilette wieder.

Und so geht es die ganze Zeit. Ich lenke mich ab, bin glücklich und irgendwann kommt der Moment, in dem mich irgendetwas an die gemeinsame Zeit erinnert. Am schlimmsten finde ich die gemeinsamen Pläne für die Zukunft, die wir geschmiedet haben. Alles verpufft. Aber eine Beziehung ohne Zukunftspläne, geht das überhaupt?

Also, wie bitteschön soll ich die Erinnerungen verarbeiten? Wie werde ich das Gefühl los, dass wir einfach nur eine lange Beziehungspause haben? Wie kann ich die Leere bekämpfen, wenn ich mich an seine Worte erinnere, die er als letztes sagte: „Ich will nie wieder Kontakt mit dir“? Ich habe zwar keine richtigen Gefühle mehr für ihn auf der Liebesebene, aber trotzdem war er für eine sehr prägende Zeit meines Lebens einer meiner wichtigsten Bezugspersonen. Mein bester Freund, die Person mit der ich über alles geredet habe. Ich habe nicht nur meinen Partner, eine Beziehung und ein Leben, in dem man nie alleine ist, verloren, sondern auch einen wichtigen Teil in meinem Leben. Ein wichtiges Puzzlestück mit dessen Verlust eine Lücke entstanden ist, die ich nicht sofort füllen sollte, sondern akzeptieren sollte.

Aber ich habe auch Sachen gewonnen, die ich während der Beziehung vermisst habe. Zeit für Freunde, für mich, für Hobbys und meine berufliche Zukunft. Ich bin nun auf mich selbst gestellt und muss lernen, mit mir selbst klar zu kommen. Mich Konzentrieren auf die anderen Passionen in meinem Leben.

Einen Tipp im Internet fand ich sehr gut: Mache Sport. Denn den habe ich beherzigt. Ich mache nicht viel und keinen allzu krassen Sport, aber er hilft mir sehr, mich gut zu fühlen. Am liebsten tanze ich. Denn dadurch lernt man seinen Körper besser kennen und  beherrschen. Es hilft mir, sicher aufzutreten und mich selbst bewusster wahr zu nehmen.

Doch bei einem Tipp frage ich mich noch, wie ich ihn umsetzen kann. Man soll sich bewusst machen, woran die Beziehung gescheitert ist. Und das weiß ich nicht. Ich habe Vermutungen, aber sicher weiß ich es nicht. Es sind so viele Kleinigkeiten, die zusammen gekommen sind.

Bis ich mehr über das Verarbeiten einer Trennung herausfinden konnte muss ich wohl auf die altbewährte Methode setzen : Zeit heilt alle Wunden.

 

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2 Gedanken zu “Trennung

  1. Die altbewährte Methode stellt sich am Ende immer als der Schlüssel heraus. ;) Neben all der Ablenkung und dem krampfhaften Weitermachen darf man aber auch nicht vergessen, zu trauern. Das ist ein Verarbeitungsprozess. Wenn sich das miese Verlustgefühl von hinten anschleicht, muss man sich zwischendurch auch hin und wieder davon umwerfen lassen. Keine Angst, das bringt dich nicht um. Es macht dich stark, langfristig betrachtet.

    • Du hast vollkommen recht. Die Methode hat sich bewehrt und ab und zu kommen die Verlustgefühle zwar noch, aber man muss sie einfach über sich ergehen lassen.

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