Gedanken über das Denken

Ist es wirklich nur ein Frauenproblem? Oder doch das Problem vieler Menschen? Oder ist es eigentlich gar kein Problem, sondern ganz hilfreich und vielleicht notwendig? Ist das darüber nachdenken, ob es ein Problem sein könnte schon der Anfang des Problems?

Die Überschrift verrät bereits, um was es hier geht. Es geht um das Denken. Die einen machen es zu viel, die anderen zu wenig und einige bemerken es gar nicht. Es gibt aktives und passives Denken und den Gedankenstopp. Einige können alles, andere nichts davon.

Anlass meines Textes ist ein Kumpel von mir, der felsenfest behauptet, ich würde zu viel nachdenken und mir immer zu viel Gedanken um alles machen. Aber es ist ja nicht nur er, der das sagt. Meistens sind es die Männer, die es über die Frauen sagen. Ein klassisches Klichée. Aber ich kenne Männer, oder besser einen Mann, der denkt auch so viel nach. Allerdings über andere Dinge als ich.

Ich beschäftige mich lieber einen ganzen Nachmittag damit in meinem Kopf abzuwägen, ob meine Mitbewohnerin sauer auf mich ist oder nicht und warum sie sauer auf mich sein könnte anstatt sie einfach zu fragen. Wobei das mit dem Fragen ja auch nicht so einfach ist, wie sich das die meisten vorstellen, die diesen Tipp geben. Denn dabei wurde nicht miteinbezogen, dass sich die andere Person (in diesem Fall die Mitbewohnerin) ebenfalls Gedanken gemacht hat und beschlossen hat, nicht zuzugeben, dass sie sauer ist, denn sonst kommt das vielleicht auch nicht so gut herüber. Von wegen sie sei schnell eingeschnappt oder jegliche andere negative Charaktereigenschaften, die ihr dann zuzuschreiben wären. Somit schließt sich der Kreislauf.

Aber es gibt auch Situationen, in denen es hilft seine Gedanken mit anderen zu teilen. Wenn es die richtige Person ist, wird es dir danach besser gehen. Egal, ob es Positives oder Negatives ist, was dich beschäftigt. Es loszuwerden befreit. Aber manchmal möchte man sich auch einfach Gedanken über etwas Spezielles machen. Man möchte es mit niemandem teilen. Dadurch kann man sich selbst beschäftigen. Manche Gedanken sind auch zu banal sie zu teilen oder verlieren ihre Besonderheit, wenn man sie ausspricht.

Die Kunst, das Denken zu stoppen.

Diese Kunst habe ich leider noch nicht erlernt. Egal, wie sehr ich es versuche. Beispielsweise kann ich mich sehr gut während dem Busfahren entspannen. Da meine Eltern auf dem Land wohnen, fahre ich manchmal mit dem Bus über die Dörfer, entlang an den Feldern. Diese Strecke eignet sich perfekt um einfach nur in die Ferne zu starren und dabei Musik zu hören. Aktiv denken tue ich dabei eigentlich nicht. Meistens erinnert mich die Musik auf meinem MP3 Player immer an irgendwas und ich denke dann daran. Dann entwickelt sich das Ganze von alleine. Demnach würde ich den Denkprozess als passives Denken beschreiben. Werde ich abrupt aus meinen Gedanken gerissen, weiß ich auch manchmal nicht, um was sie sich zuvor gedreht haben. Dennoch, komplette Stille herrscht bei mir nie. Auch wenn das mal ganz entspannend wäre.

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