Zukunft?!

Es ist Ostern und für mich ging es mal wieder aufs Land zu meinen Eltern. Dort haben wir heute einen kleinen Osterspaziergang durchs Dorf gemacht und dabei konnte ich im Neubaugebiet neue Ein-Familien Häuser entdecken. Früher war das Ziel von vielen jungen Leuten klar: Ausbildung oder Studium, einen Job, eine Familie gründen und ein Haus bauen. So sollte das Zukunftsglück aussehen. Ein paar Glücksgefühle bekomme ich schon, bei dem Gedanken mit dem Baby auf dem Arm, Hand in Hand mit dem Partner über die Türschwelle des eigenen Hauses zu gehen. Alles ist so, wie du es ausgesucht hast. Es ist DEIN eigenes Heim, niemand sonst hat dort vor dir gewohnt.

Aber dann denke ich an den Alltagstrotz. Ein Haus ist anstrengend. Ist etwas kaputt kann man nicht einfach dem Vermieter Bescheid sagen. Man ist sein eigener Herr, damit kommt aber auch viel Arbeit auf einen zu. Ich merke schon, die Idee von einem eigenen Haus ist zwar am Anfang ganz schön, in etwa so, wie die ersten Schmetterlinge im Bauch, wenn man sich verliebt. Aber mit jedem Tag, den man länger dort wohnen bleibt, kommen mehr Probleme und verblasst das lückenlose Glücksgefühl.

Wie also stelle ich mir meine Zukunft vor? Das ist eine sehr gute Frage. Aber bevor ich an die Familienplanung und damit an ein gesetztes Leben denke, muss ich erstmal fertig studieren und die Welt bereise.

Bis dahin träume ich einfach nur von dem perfekten Leben im eigenen Haus, dass es wohl nie wirklich gibt.

Nadjenxo

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2 Gedanken zu “Zukunft?!

  1. Danke für deinen Kommentar. Ja das stimmt, was du schreibst. Erfahrungen sind das, was dich älter und reifer macht. Und den Spruch von John Lennon kenne ich, er ist so wahr…

  2. Ein Haus macht Arbeit. Genau wie eine Familie, oder einfach nur Beziehungen. Und zwar sowohl die freundschaftlichen als auch die Liebes-Beziehungen.
    Es ist ganz einfach so, dass du aktuell scheinbar nicht mit dem Gefühl „das ist meins, das habe ich aufgebaut oder bezahlt oder mir anderweitig selbst erarbeitet“ umgehen, es verschafft dir noch nicht das nötige Glücksgefühl. Das wird kommen, das weiß ich ja selbst.
    Meine Eltern wohnen auch auf dem Land und haben ein eigenes Haus. Ich weiß, was es bedeutet, wenn etwas kaputt ist oder nicht geht. Das habe ich dort und auch in der Zeit, seit ich nun nicht mehr bei meinen Eltern wohne, erlebt. Einen Vermieter zu haben ist vielleicht unkompliziert auf den ersten Blick, aber wenn am Samstag etwas kaputt geht, darfst du bis Montag warten. Hast du dein eigenes Haus und damit selbst die Verantwortung, dann fährst du entweder allein oder mit Freunden oder Familie in den Baumarkt und beschaffst dir, was du benötigst. Du musst voraus planen. Was kann kaputt gehen? Wann kann es kaputt gehen? Brauche ich Heizöl oder Holz? Welche Materialien brauche ich ständig, welche benutze ich nie? Etwas so Großes, Eigenes zu erschaffen kann ein tiefes und langanhaltendes Glücksgefühl erzeugen. Leider finde ich die Referenz, die ich gern aufzählen wollte an dieser Stelle, gerade nicht.. und das ist ein bisschen doof, aber ich hoffe trotzdem, dass du verstehst, worauf ich hinaus will.
    Natürlich denkst du aktuell noch nicht daran zu planen. Dein Leben liegt noch vor dir, du steckst noch mitten im Prozess des Älterwerdens, des Erwachsenwerdens. Man ist nicht erwachsen, wenn man 18 Jahre alt geworden ist, ich hoffe das weißt du.

    John Lennon sagte einst: Life is what happens to you while you’re busy making other plans. Du wirst da reinwachsen. Es ist schwer dieses perfekte Leben wirklich zu bekommen, da es einfach nie perfekt sein wird. Es wird immer Schwachstellen geben oder Kleinigkeiten, die dich stören.. aber wenn du permanent daran arbeitest, dass dein Leben ein Stück näher an deine perfekte Idee heran kommt.. dann wirst du eines Tages wohl auf eine sehr positive Zeit zurückblicken.

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