Zukunft?!

Es ist Ostern und für mich ging es mal wieder aufs Land zu meinen Eltern. Dort haben wir heute einen kleinen Osterspaziergang durchs Dorf gemacht und dabei konnte ich im Neubaugebiet neue Ein-Familien Häuser entdecken. Früher war das Ziel von vielen jungen Leuten klar: Ausbildung oder Studium, einen Job, eine Familie gründen und ein Haus bauen. So sollte das Zukunftsglück aussehen. Ein paar Glücksgefühle bekomme ich schon, bei dem Gedanken mit dem Baby auf dem Arm, Hand in Hand mit dem Partner über die Türschwelle des eigenen Hauses zu gehen. Alles ist so, wie du es ausgesucht hast. Es ist DEIN eigenes Heim, niemand sonst hat dort vor dir gewohnt.

Aber dann denke ich an den Alltagstrotz. Ein Haus ist anstrengend. Ist etwas kaputt kann man nicht einfach dem Vermieter Bescheid sagen. Man ist sein eigener Herr, damit kommt aber auch viel Arbeit auf einen zu. Ich merke schon, die Idee von einem eigenen Haus ist zwar am Anfang ganz schön, in etwa so, wie die ersten Schmetterlinge im Bauch, wenn man sich verliebt. Aber mit jedem Tag, den man länger dort wohnen bleibt, kommen mehr Probleme und verblasst das lückenlose Glücksgefühl.

Wie also stelle ich mir meine Zukunft vor? Das ist eine sehr gute Frage. Aber bevor ich an die Familienplanung und damit an ein gesetztes Leben denke, muss ich erstmal fertig studieren und die Welt bereise.

Bis dahin träume ich einfach nur von dem perfekten Leben im eigenen Haus, dass es wohl nie wirklich gibt.

Nadjenxo

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