„Was bist du gerade eigentlich? Du bist keine Schülerin mehr, du bist keine Praktikantin mehr, was bist du?“ Nach kurzem Überlegen: „Arbeitslos.“

Danke auch, Freund. Ja, okay, das bin ich gerade eigentlich ja wirklich. Mein Praktikum ist vorbei und ich warte nun aufs Studium. Das hört sich so an, als ob ich gerade am Vergammeln (sorry für den Ausdruck^^) bin, aber das stimmt zum Glück nicht. Was ich so mache, kann ich ja in einem anderen Post schreiben.

Eine Sache von denen, die ich mache, ist, mir Gedanken. Viele Gedanken. Manchmal liege ich abends in meinem Bettchen und auf einmal bekomme ich ein richtig unangenehmes Gefühl. Nein, nicht manchmal, fast jeden Abend kommt bei mir die Stelle vor dem Einschlafen, an der mein Gehirn genau einen Gedanken formuliert: „Ich habe Angst.“

Angst vor dem, was kommt. Noch nie war ich in einer Situation wie dieser. Dass mein Leben genau bis Anfang September geplant ist. Was dahinter kommt ist ein buntes Gemisch aus Farben. Vielen Farben. Dunkel und hell. Noch weiß ich nicht, welche Farbe überwiegen wird. Sprich, wie es mir gehen wird, wie das Studium ist, ob ich zu recht komme, ob ich Anschluss finde, ob ich glücklich sein werde. Ich weiß nicht mal wo und wie ich wohnen werde.
Für eine Uni oder FH habe ich mich auch noch nicht so ganz entschieden, um ehrlich zu sein. Die Pro und Contra Argumente heben sich leider gegenseitig auf. Und beworben habe ich mich einfach mal an allen, die meinen Studiengang anbieten. Das sind zum Glück nicht allzu viele. Auch habe ich mir jede Uni oder FH perslönlich angeschaut, war entweder zum Info-Tag dort oder habe die Studienberatung wahr genommen. Etwas, dass ich jedem rate, denn bei den Studiengangsbeschreibungen überliest man gerne die Stellen, die einem nicht passen. Überhören ist dann schon schwieriger. Auch ist die Stadt, in die man vielleicht ziehen wird, nicht mehr nur ein grauer unbekannter Punkt auf der Landkarte. Viel geholfen bei der Entscheidungsfindung hat es mir persönlich leider nicht, außer, dass ich meine Pro und Contra-Liste sehr gut mit vielen Punkten füllen kann. Aber zur Orientierung ist es sehr gut gewesen.

Mein Problem war nämlich, dass ich mir die Unis oder Fhs, die ich nicht kannte, schön und perfekt geträumt habe. Sie quasi in meine Traumwelt transporitert. Dort hinzufahren und mir alles anzuschauen hat mich auf den Boden der Tatsachen geholt und mir wurde klar, so wie ich es mir vorgestellt oder erträumt habe, ist es leider nicht. Irgendetwas stimmt immer nicht überein.

Wenn ich nur wüsste, dass es mir auf jeden Fall gefallen würde, und sich der Umzug lohnt, das wäre noch einmal eine Hilfe. Wäre es? Ich weiß es nicht…

 

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2 Gedanken zu “

  1. Ich kenne dieses Gefühl. Das Gefühl, wenn man nicht weiß, wie es weiter gehen wird, und ob es gut wird. Es gibt ein Zitat, das diesen Gedanken beinhaltet.
    “Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.”
    Und immer, wenn ich nicht weiß, wie es weiter gehen wird, dann denke ich daran. Denn es muss sich manchmal etwas verändern, damit es einem besser geht. Vielleicht geht es einem dann auch nur anders, aber so lange es sich niemals ändert, wird es auch nie besser.
    Du wirst deinen Weg finden. Genieß die freie Zeit, verabschiede dich von deiner Angst. Mach deine Pläne, entscheide dich. Dein ganzes Leben wartet noch auf dich.

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