Abschiedsgeschenk – DIY Tasche bemalen

Nach dem Abi zieht es einige ins Ausland. So auch meine Freundin, die für ein Jahr nach Peru geht um dort einen Freiwilligendienst zu machen. Ihr glaubt gar nicht, wie lange ich überlegt habe, was ich ihr als Abschiedsgeschenk geben soll. Schließlich habe ich Stoffmalfarben und Baumwolltaschen im Internet bestellt und voiliá, das ist dabei heraus gekommen:

DIY Peru, Baumwolltasche, Jutetasche, Abschiedsgeschenk

Warum?

Warum ist es nur so einfach den Kopf in den Sand zu stecken,
und so schwer immer 180% zu geben?

Warum ist es nur so einfach zu träumen,
und so schwer seine Träume wahr werden zu lassen?

Warum ist es nur so einfach zu planen,
und so schwer zu leben?

Warum ist es nur so einfach wegzuschauen,
und so schwer zu handeln?

Warum ist es nur so einfach stetig weiterzuleben,
und so schwer etwas zu ändern?

Warum ist es nur so einfach davonzulaufen,
und so schwer Entscheidungen zu treffen?

Warum ist es nur so einfach sich unter einer Decke zu verkriechen,
und so schwer sich der Welt mit voller Kraft zu präsentieren?

Warum ist es nur so einfach durch die rosarote Brille zu sehen
und so schwer der realen Welt in die Augen zu schauen?

„Was bist du gerade eigentlich? Du bist keine Schülerin mehr, du bist keine Praktikantin mehr, was bist du?“ Nach kurzem Überlegen: „Arbeitslos.“

Danke auch, Freund. Ja, okay, das bin ich gerade eigentlich ja wirklich. Mein Praktikum ist vorbei und ich warte nun aufs Studium. Das hört sich so an, als ob ich gerade am Vergammeln (sorry für den Ausdruck^^) bin, aber das stimmt zum Glück nicht. Was ich so mache, kann ich ja in einem anderen Post schreiben.

Eine Sache von denen, die ich mache, ist, mir Gedanken. Viele Gedanken. Manchmal liege ich abends in meinem Bettchen und auf einmal bekomme ich ein richtig unangenehmes Gefühl. Nein, nicht manchmal, fast jeden Abend kommt bei mir die Stelle vor dem Einschlafen, an der mein Gehirn genau einen Gedanken formuliert: „Ich habe Angst.“

Angst vor dem, was kommt. Noch nie war ich in einer Situation wie dieser. Dass mein Leben genau bis Anfang September geplant ist. Was dahinter kommt ist ein buntes Gemisch aus Farben. Vielen Farben. Dunkel und hell. Noch weiß ich nicht, welche Farbe überwiegen wird. Sprich, wie es mir gehen wird, wie das Studium ist, ob ich zu recht komme, ob ich Anschluss finde, ob ich glücklich sein werde. Ich weiß nicht mal wo und wie ich wohnen werde.
Für eine Uni oder FH habe ich mich auch noch nicht so ganz entschieden, um ehrlich zu sein. Die Pro und Contra Argumente heben sich leider gegenseitig auf. Und beworben habe ich mich einfach mal an allen, die meinen Studiengang anbieten. Das sind zum Glück nicht allzu viele. Auch habe ich mir jede Uni oder FH perslönlich angeschaut, war entweder zum Info-Tag dort oder habe die Studienberatung wahr genommen. Etwas, dass ich jedem rate, denn bei den Studiengangsbeschreibungen überliest man gerne die Stellen, die einem nicht passen. Überhören ist dann schon schwieriger. Auch ist die Stadt, in die man vielleicht ziehen wird, nicht mehr nur ein grauer unbekannter Punkt auf der Landkarte. Viel geholfen bei der Entscheidungsfindung hat es mir persönlich leider nicht, außer, dass ich meine Pro und Contra-Liste sehr gut mit vielen Punkten füllen kann. Aber zur Orientierung ist es sehr gut gewesen.

Mein Problem war nämlich, dass ich mir die Unis oder Fhs, die ich nicht kannte, schön und perfekt geträumt habe. Sie quasi in meine Traumwelt transporitert. Dort hinzufahren und mir alles anzuschauen hat mich auf den Boden der Tatsachen geholt und mir wurde klar, so wie ich es mir vorgestellt oder erträumt habe, ist es leider nicht. Irgendetwas stimmt immer nicht überein.

Wenn ich nur wüsste, dass es mir auf jeden Fall gefallen würde, und sich der Umzug lohnt, das wäre noch einmal eine Hilfe. Wäre es? Ich weiß es nicht…