Alter Mann

Ich saß auf einer Bank in der Stadt und habe auf meinen Bus gewartet. Weil ich heute eindeutig zu viel gelaufen bin, war ich sehr froh, als ein Platz frei wurde. Wenn auch ein sehr enger. Denn in der Mitte der Bank saß ein älterer Mann. Nennen wir ihn Opa, denn so stellle ich mir einen Opa vor (ich habe meine nicht kennen lernen können). Er hatte einen großen Strohhut auf und sah damit so niedlich aus, dass ich ihn anlächelte, als ich mich setzte. Wahrscheinlich deswegen fing er an mit mir zu reden. Wir stellten fest, dass wir auf den gleichen Bus warten. Durch seine Erzählungen erfuhr ich, dass er schon seit seiner Jugend hier wohnt. Das hat mich überrascht. Weil ich ja weg möchte.  Mehr sehen will. Er fragte daraufhin: „In die große weite Welt? „.  Naja so weit dann auch wieder nicht. Erstmal. Aber er schien es mir zuzutrauen.

Alleine dieser Gedanke, für immer in der gleichen Gegend, vielleicht sogar im gleichen Ort zu wohnen… ist schrecklich. Für mich. Irgenwie…

Jedenfalls hat das Gespräch mich zum Nachdenken gebracht, aber eigentlich fande ich es einfach nur schön, dass die Welt ein Stückchen Anonymität verloren hat.

Nadjenxo

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